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Οικονομία
 

Griechenland steckt in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Die griechische Wirtschaft ist seit 2008 insgesamt um 13% geschrumpft und die Arbeitslosigkeit ist auf mehr als 20% gestiegen.

 

Seit 2008 setzt Griechenland eines der härtesten und anspruchsvollsten Wirtschaftsprogramme in der Geschichte der entwickelten Welt um, was sich als besonders schmerzhaft für die griechische Bevölkerung erwiesen hat.


Die Opfer der griechischen Bevölkerung sind jedoch nicht vergebens:


Griechenland verändert sich!


Haushaltskonsolidierung 2008-2011


Source: Eurostat & Troika estimates as of January 2012

 

Das Primärdefizit ist von 2009 bis 2011 um 8.2% des BIP gesunken, wobei zwei Drittel der Anpassung der Kürzung der Primärausgaben zu verdanken ist (5.3% des BIP). Die Primärausgaben sind seit 2009 um 16.4% reduziert worden.

 

Folgende Tabelle veranschaulicht das Tempo der Konsolidierung der griechischen Wirtschaft. Griechenland hat eine jährliche Konsolidierung von 4.2% des BIP im Durchschnitt. erzielt, die größte Wirtschaftsanpassung der letzten Jahrzehnte in der entwickelten Welt.

 

Source: AMECO

 

Fakt ist, dass Griechenland dem Euro Plus Monitor zufolge auf Platz zwei der sich am schnellst verändernden Wirtschaften in Europa ist.

 

Hauptausgabenkürzungen und steuerliche Maßnahmen

 

-Kumulative Kürzung von Nominallöhnen im öffentlichen Sektor um 30% in den Jahren 2009-2011.

 

-Lohnkürzungen in den staatlichen Unternehmen um 30%, sowie Festlegung von Obergrenzen für Boni und Löhne. Zusätzliche Lohnkürzung um 20% für die Jahre 2011- 2012.

 

-Kürzung von Nominalrenten sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor um 20% im Jahre 2011 und 12% im Jahre 2012.

 

-Personalabbau im öffentlichen Dienst seit 2009 um 130.000 Beschäftigten

 

-Mehrwertsteuersätze wurden linear um 20% erhöht (der normale Mehrwertsteuersatz wurde von 19% auf 23% angehoben, der ermäßigte Mehrwertsteuersatz wurde von 11% auf 13% angehoben und der stark ermäßigte Steuersatz von 5,5% auf 6,5%.

 

-Seit 2011 drastische Senkung des Steuerfreibetrags von 12.000 auf 5.000 Euro.

 

-Die Verbrauchssteuern auf Benzin, Zigaretten und Alkohol wurden um 33% erhöht.

 

-Sonderabgaben auf profitable Unternehmen, Personen mit hohem Einkommen und großen Immobilienbesitz.

 

-Auferlegung einer Solidaritätsabgabe auf alle Steuerpflichtigen, deren Einkommen höher als 12.000 Euro ist. Der Steuersatz liegt zwischen 1% und 5%.

 

-Eine zusätzliche Sonderabgabe auf Immobilien wird seit 2011 durch die Stromrechnungen erhoben

 

Steuerreformen

 

-Ein neues IT-System wird ab 2013 umgesetzt, das alle Steuerbehörden verbinden soll. Ziel ist das bessere Monitoring der Steuererhebung und die Bekämpfung der Steuerhinterziehung.

 

-Ein „Fast-Track“-Mechanismus wird umgesetzt, der die Gerichtsprozesse in Steuerangelegenheiten beschleunigen soll.

 

-Die griechische Regierung arbeitet an einem 3jährigen Plan zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung.

 

-Geldstrafen von 3.4 Milliarden € wurden im Jahre 2010 auferlegt (eine Zunahme in Höhe von 182% verglichen mit 2009).

 

-Das Finanzministerium geht gegen Staatsschuldner vor, indem es eine Liste mit mehr als 4.000 Namen von Steuersündern veröffentlicht hat, die insgesamt 14,88 Milliarden Euro dem griechischen Staat schulden.

Reformen im öffentlichen Sektor

 

-Neues Lohnraster umgesetzt, um ein einfaches und einheitliches Gehaltssystem zu gewährleisten

-EU-Task Force hilft vor Ort mit der Implementierung der Strukturreformen

 

-Der „Kallikratis-Plan“ wurde im Jahr 2010 eingeleitet mit dem Ziel des Abbaus der Bürokratie und der Senkung der Verwaltungskosten.

 

Die Anzahl der Gemeinden ist von 1.034 auf 325 reduziert worden, während die einst 53 Präfekturen durch 17 Verwaltungsregionen ersetzt worden sind.

 

Arbeitsmarktreformen

 

-Liberalisierung der so genannten „geschlossenen“ Berufe: Das Gesetz 3919/2011 hat 108 Berufe ohne weitere Formalität geöffnet

 

-Streichung der quantitativen Restriktionen bei Straßentransportlizenzen (seit 1971 wurden keinen neuen Lizenzen mehr ausgestellt)

 

Reformen des Gesundheitssystems

 

-Neuer Preismechanismus wurde eingeführt, basierend auf den Mechanismen von 3 EU Ländern mit den niedrigsten Kosten

 

-E-Rezeptsystem wurde eingeführt, um einen besseren Überblick über die Ausgaben für Medikamente zu bekommen

Reformen des Renten- uns Sozialsicherheitssystems

 

-Vier große Sozial- und Sicherheitsfonds wurden zusammengelegt in einen, den EOPYY (der eine Bevölkerung von über 9,000,000 Menschen abdeckt)

 

-Anhebung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre. Abschaffung des freiwilligen Pensionsantritts. Für die volle Rente sind nun 40 Versicherungsjahre erforderlich.

 

-Das Pensionssystem wurde hin zu einem einheitlichen, neuen System für alle momentanen und neuen Angestellten konsolidiert

 

-Erfassung der Pensionisten: Rückgang der Ausgaben um €450 Millionen im Jahr 2011

 

Wettbewerbsfähigkeit

Die Konkurrenzfähigkeit Griechenlands nimmt zu. In nur zwei Jahren hat Griechenland über 50% seiner Wettbewerbsfähigkeit zurückgewonnen, die von 2000 bis 2009 verloren wurde.

Zum ersten Mal seit dem Beitritt des Landes zur EU gibt es eine positive Wirtschaftsbilanz der Güter und Dienstleistungen (exkl. Öl und Schiffe). Der Wert der Exporte im Jahr 2011 (exkl. Öl und Schiffe) stieg um 17.3% im Vergleich zu 2010.

Verbesserung durch:

  • Zuwächse in der Wettbewerbsfähigkeit

  • Sinkende Arbeitskosten

  • Druck auf griechische Firmen, den Fokus vom heimischen Markt auf den Export zu lenken

  • Verbesserung des Ordnungsrahmens für Unternehmen


Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionen

Schnellverfahren für Investitionen durch „Invest in Greece“. Starting a Business“-Zeit ist von 19 auf 10 Tage verkürzt worden.

(Basierend auf “Doing Business-World Bank 2012”, wurde die “Starting a Business” Zeit von 19 auf 10 Tage verkuerzt. Griechenland wurde im entsrpechenden Ranking der Weltbank um 14 Positionen hinaufgestuft)

  • Drei Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energie sind gebilligt worden und sechs Investitionen werden überprüft.
  • Im Jahr 2010 wurden die Kabotagebeschränkungen in griechischen Gewässern aufgehoben.

Die Griechen arbeiten zu wenig“: Ein Mythos wird gebrochen

Der Mythos der „faulen Griechen“ wird von den statistischen Angaben der OECD gebrochen : Die Griechen haben die längste Arbeitszeit in Europa.

(OECD, StatExtracts: Labour productivity levels in the total economy, 2010)

 

Mehr Informationen unter http://www.greeceischanging.com/

 

Greece is changing“ ist eine einmalige Initiative des öffentlichen Sektors, die von einer Gruppe führender griechischer Unternehmer finanziert wird, damit sichergestellt wird, dass die großen Opfer, welche die griechische Bevölkerung seit zwei Jahren im Rahmen des anspruchsvollsten Reformprogramms und des härtesten Konsolidierungskurses der modernen Zeit aufgebracht hat, nicht vergebens sind.


Optimismus wiedererlangen


Die Opfer der griechischen Bürger sind beispiellos, aber mit großen sozialen Kosten verbunden.


Die Anstrengung Griechenlands ist nach europäischen Maßstäben ebenfalls beispiellos, aber das gleiche gilt für den beispiellosen Druck auf die Einkommen, die Beschäftigung und auf den Markt.

Griechenland setzt das Wirtschaftsprogramm um und verweist auf folgende Ergebnisse:

-die anspruchsvollste Fiskal- und Strukturreform in der Geschichte der Eurozone.


-die beispiellose Entschlossenheit, Ergebnisse zu liefern, und Strukturen und Institutionen zu reformieren.


-die Beseitigung von Hindernissen und die Schaffung von Anreizen, um die verborgenen Stärken und das gesamte Potenzial der griechischen Wirtschaft freizusetzen.


-eine breite gesellschaftliche Unterstützung der Bemühungen der Regierung und Anerkennung der Bedeutung dieser Reformen für das Wachstum und die Stabilität des Landes.

 
 
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