Griechenlands Hauptenergiequellen sind braunkohlebetriebene Stromkraftwerke sowie Wasserkraftweke. Jedoch nimmt die Nutzung von Sonnen- und auch Wind- und Geothermikenergie zu. Griechenland verfügt über umfangreiche Ressourcen dieser erneuerbaren Energiequellen. Derzeit hat die staatliche Stromgesellschaft (DEI) die führende Position bei Erzeugung und Verteilung des Stroms. In den nächsten fünf Jahren plant die DEI, nahezu 5 Milliarden US$ in Erzeugung, Übertragung, Bergbau und andere Einrichtungen zu investieren, wohingegen sich ihre Investitionen im Zeitraum 1992-1996 auf nahezu 4 Milliarden US$ beliefen. Die 2001 in Griechenland begonnene Deregulierung des Energiemarktes hat die Bedingungen für die Zusammenarbeit des öffentlichen und des privaten Sektors geschaffen, wodurch griechische Unternehmen ihre Tätigkeiten auch über die Grenzen hinaus auweiten konnten. So hat Griechenland aufgrund seiner geographischen Lage und seiner Nähe zu Ländern, die im Energiesektor nicht über die nötige Infrastruktur verfügen, vor kurzem begonnen, seine Anstrengungen zu systematisieren, regionale Drehscheibe im Energiebereich zu werden. Das gute Funktionieren seines internen Marktes und die bestehende Infrastruktur bei der Erzeugung von Strom und Petroleum machen Griechenland zum einzien Akteur in der Region, der in der Lage ist, leistungsstarke regionale Energienetze sowie die Kooperation zwischen den Balkan-, den Schwarmeer- und den Zentralasiatischen Staaten zu organisieren.