Der erste griechische Spielfilm wurde 1914 produziert. Das gößte Filmstudio des Landes (Finos Film) wurde 1943 gegründet. Die griechische Filmindustrie produzierte Filme, die trotz einer strengen Zensur, den Bürgerkriegsunruhen und der Armut in den Nachkriegsjahren ein wachsende Publikum anzogen. Die ersten zwei Filme, die internationales Aufsehen erregten, waren "Stella" (1955), unter der Regie von Michael Kakoyannis und "The Ogre of Athens" (1956), unter der Regie von Nikos Koundouros. Zwischen 1955 und 1970 wurden in Griechenland mehr Filme pro Person gedreht als in allen anderen Ländern der Welt. Einige Jahre lang wurden etwa 100 Filme pro Jahr produziert (mit dem Höhepunkt im Jahr 1966 mit 117 Filmen). Während der Milidärdiktatur (1967 - 1974) entstand der Neue Griechische Film, der sich thematisch auf griechische Sozialthemen konzentrierte und ästhetisch vom experimentellen Film beeinflusste Formen bevorzugte. Der bekannteste griechische Regisseur ist Theo Angelopoulos (geb. 1935). Laut David Thomson (ein führender Filmkritiker), ist er einer der vier größten lebenden Filmschaffenden. Sein jüngster Film "Eine Ewigkeit und ein Tag" gewann 1998 die Goldene Palme von Cannes, und sein Film "Die Reise des Odysseus" war laut dem "Time" Magazin einer der besten Filme des Jahres 1995. Sein zweiter Film, "The Travellimg Players" (1975) gilt als der beste griechische Film überhaupt. Darüber hinaus hat Angelopoulos viele Auszeichnungen der drei wichtigsten internationalen Filfestivals erhalten (1971 und 1973 in Berlin, 1975, 1984 und 1995 in Cannes und 1980 und 1988 in Venedig).
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