
Der griechische Minister für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Schifffahrt, Michalis Chrysochoidis, hat am Montag, den 17.Oktober, seinen österreichischen Amtskollegen, Minister für Wirtschaft, Familie und Jugend, Reinhold Mitterlehner, zu einem Arbeitsgespräch in Wien getroffen, wobei die Möglichkeit einer vertieften bilateralen Zusammenarbeit im Bereich der Investitionen besprochen wurde. Ein zentrales Ergebnis des Arbeitsgesprächs ist, dass am 24. November eine österreichische Experten-Delegation nach Athen reisen wird, um sich mit den dortigen Organisationen auszutauschen.
In der gemeinsamen Pressekonferenz der beiden Minister und des Präsidenten der österreichischen Industriellenvereinigung, Veit Sorger, hat Herr Chrysochoidis die EU zur raschen Umsetzung der Beschlüsse des 21. Juli gemahnt und dabei folgendes betont: „Wenn Europa rasche Beschlüsse fasst, dann wird eine Botschaft der Stabilität gesendet“. Der griechische Minister hat sich überzeugt gezeigt, dass die Regierung die Sparmaßnahmen umsetzen könne und hat alle Investoren nach Griechenland eingeladen, da es derzeit ein neues Investitionsklima in Griechenland geschaffen werde, welches das Unternehmertum vorantreibe.
Reinhold Mitterlehner hat seinerseits betont, dass der Schuldenschnitt das letzte aller vorstellbaren Mittel sei und hat großen Wert auf eine wettbewerbsfähigere Realwirtschaft und ein vernünftiges Investitionsklima gelegt. „So lässt sich eine Spirale nach unten verhindern und kann die wirtschaftliche Entwicklung wieder forciert werden“, so der Wirtschaftsminister.
Veit Sorger sprach von einer „Herkulesanstrengung“ der griechischen Regierung, die Respekt verdiene.
Im Rahmen eines „Business Lunch“ berieten die Minister mit dem Präsidenten der Industriellenvereinigung, Veit Sorger, sowie dem Vize-Präsidenten der Griechischen Industriellenvereinigung, Athanassios Lavidas, dem Präsidenten der Agentur „Invest in Greece“, Aris Syngros, und zahlreichen Vertretern von Unternehmen, mögliche Kooperationen.
Nicht zuletzt hat Minister Chrysochoidis den Finanzstaatssekretär, Andreas Schieder getroffen, wobei sie sich geeinigt haben, dass es in Zukunft notwendig sein wird, auf europäische Krisen rascher und effizienter zu reagieren |