Die Kirchen, die Griechische Botschaft und die Öffentlichkeit in ganz Österreich trauern um das Ableben von Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa, Michael, der am Dienstagabend in Wien nach schwerer Krankheit verstorben ist.
Als Metropolit des Ökumenischen Patriarchats war er der ranghöchste Repräsentant der Orthodoxie in Österreich und zwar ist die orthodoxe Kirche in Österreich seit 1991, als ihn der Heilige Synod des Ökumenischen Patriarchats zum Metropoliten von Austria und Exarchen für Ungarn wählte, zu einer wichtigen gesellschaftlichen und kirchlichen Größe im Land geworden. Im Oktober 2010 wurde unter dem Vorsitz von Metropolit Michael die Orthodoxe Bischofskonferenz für Österreich begründet. Der Metropolit hat mit allen seinen Kräften den ökumenischen und interreligiösen Dialog in Österreich gefördert, während er als Legat des Ökumenischen Patriarchen das Patriarchat oft bei panorthodoxen und ökumenischen Ereignissen vertreten hat.
Bundespräsident, Dr. Heinz Fischer, hat in einer Presseaussendung den Metropoliten als einen geschätzten und wichtigen Gesprächspartner für die politischen Repräsentanten der Republik Österreich bezeichnet und den Einsatz des Metropoliten für die über 500.000 orthodoxen Christinnen und Christen in Österreich hervorgehoben.
Bundeskanzler Werner Faymann hat sich auch vom Tod des höchsten Repräsentanten der orthodoxen Kirche in Österreich betroffen gezeigt und von einem „großen Verlust“ gesprochen. Der Griechisch-Orthodoxe Metropolit war „ein engagierter Religionsführer, fundierter Wissenschaftler und sozial engagierter Mensch“, so der Bundeskanzler.
Nicht zuletzt hat Kardinal Christoph Schönborn den Metropoliten als "große Säule der Ökumene in Österreich und darüber hinaus" gewürdigt und hinzugefügt, dass der Metropolit ein öffentlich sichtbares Zeichen dafür gewesen ist, dass die orthodoxen Christen zu Österreich gehören.
Das Begräbnis des Metropoliten findet am 25. Oktober in Wien mit der Teilnahme des Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer, und des Kardinals Christoph Schönborn statt. Die Verabschiedung beginnt am Dienstag, um 12.30 Uhr, in der Griechisch-Orthodoxen Metropolis von Austria. Hauptzelebrant des Trauergottesdienstes wird der Metropolit von Rhodos, Kyrillos, sein, der die Metropolie von Austria interimistisch verwaltet. Anschließend erfolgt die Beisetzung im Familiengrab am Wiener Zentralfriedhof.
Ab Montag um 15.00 Uhr wird der Metropolit in der Dreifaltigkeitskathedrale aufgebahrt, in der Kathedrale liegt auch ein Kondolenzbuch auf. Anstelle von Kränzen wird um Spenden für karitative Einrichtungen der orthodoxen Kirche in Ungarn gebeten.